Warum ist es wichtig Phosphor zurückzugewinnen?

Phosphor ist eine begrenzte Ressource und kommt in der Natur in gebundener Form als Phosphat vor. Das Element ist in allen lebenden Zellen zu finden und ist für die Energieproduktion und -speicherung sowie zur Säure-Basen-Regulation wichtig.

Durch das Bevölkerungswachstum, dem gestiegenen Lebensstandard und unserem Fleischkonsum steigt der Bedarf an Phosphatdünger jährlich zusätzlich über 2%. Der weltweite Bedarf an Phosphor für den Einsatz in der Landwirtschaft als Düngemittel liegt aktuell bei über 40 Mio. t pro Jahr. Studien erwarten einen „Phosphor-Peak“ im Zeitraum von 2051 bis 2092 – das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt der Verbrauch an Phosphor höher sein wird, als abgebaut und zurückgewonnen werden kann.

Aus diesem Grund braucht es künftig Verfahren, die Phosphor aus jeglichen verwertbaren Substanzen rückgewinnen können, wie z.B. aus kommunalem Klärschlamm. Mit unserem RSR-Verfahren kann aus einer Kläranlage mittlerer Größe (50.000 EW) mit einem jährlichen Klärschlammdurchsatz von beispielsweise 2.000 t, 12 t an Phosphor zurückgewonnen werden. Das entspricht bei einem Phosphorgehalt von 3% einem Ausbeutegrad von 80 % (bei einem TS Gehalt des Schlamms von 25%).

Der gewonnene Phosphor kann anschließend wieder den landwirtschaftlich genutzten Böden zugeführt werden und somit einen Teil des Nährstoffbedarfes der Nutzpflanzen decken.

Wie unser RSR-Verfahren funktioniert, erfährst du hier https://green-sentinel.at/de/rsr-verfahren/

Beitragsbild von klimkin – Blume Leben Gelbe – Kostenloses Foto auf Pixabay