Themenreihe Abfallentsorgung & -verwertung: Aus was besteht eigentlich Klärschlamm?

In Deutschland werden durchschnittlich 120 l Trinkwasser pro Einwohner und Tag verbraucht – in Österreich gehen wir von einem ähnlichen Pro-Kopf-Verbrauch aus. Der Großteil davon landet als Abwasser bei den Kläranlagen hinzu kommen Regenwasser und Gebrauchswasser aus der Industrie.

Klärschlamm ist ein Vielstoffgemisch, deren Bestandteile stark schwanken können. Im Schlamm enthalten sind Schwermetalle (Quecksilber, Chrom, Nickel uvm.), organische Verbindungen (hier ist v.a. der gebundene Phosphor interessant), Arzneimittelrückstände, Mikroplastiken. Klärschlamm ist in dem Stadium als Rohschlamm noch mit Schadstoffen angereichert und darf in dieser Form nicht auf landwirtschaftlich genutzten Flächen aufgebracht werden.

Was tun mit den Schadstoffen und wie kann Klärschlamm in Sinne einer Kreislaufwirtschaft verwendet werden?
Mit unserem entwickelten RSR-Verfahren setzen wir beim Rohschlamm an und bereiten ihn durch mehrere Stufen von Wasch-, Löse und Neutralisationsprozesse so auf, dass Schadstoffe entfernt und Wertstoffe wie Phosphor, Stickstoff, Kalium, Magnesium uvm. zurückgewonnen werden. Die zurückgewonnenen Ressourcen werden zu einem NPK-Düngemittel (PecuPhos) und können jetzt in der Landwirtschaft als Dünger eingesetzt werden. Aus dem restlichen bereinigten Schlamm entsteht ein Qualitätskompost (PecuGrow), der auch in Garten und auf Felder verwendet werden kann. 

Fazit: Aus einem Abfall, dem Klärschlamm werden Produkte gewonnen, die unseren ausgelaugten Böden wieder zugeführt werden können! Für uns und für eine grüne Zukunft!